Im vorherigen Post habe ich über sinnerschrader geschrieben, speziell bei dem Blog Fischmarkt.de, wird nach Feedback zum Redesign von TUI.com gefragt.
6 Kommentare bisher, dort.
30 beim DesignerTagebuch.
Sicher mehr noch anderorts.
Einer hier:
Sehr schöne Farbwelt, atmosphärische Bilder, keine Frage.
Mit Web 2.0 (in den Kommentaren aufgegriffen) hat das weniger zu tun. Userfeedback wird nicht gefördert noch systematisch aufbereitet präsentiert. Als gutes beratendes Unternehmen und als qualitativ wertigere Marke hätte ich dies erwartet. Auch wenn der “Einklang” zwischen Print und Online bewußt gesucht wird, verstehe ich nicht, warum eine Integration von Kundenfeedback nicht möglich war.
Zurück zum Design:
Die Emo- Bar auf der Startseite ist tatsächlich aus meiner Sicht zu groß (insbesondere für Laptop- Besitzer, von den Netbooks ganz zu schweigen). Die gestalterischen Elemente lenken eher ab als begleitend zu emotionalisieren und Orientierung zu geben. Die grafischen Navigation- /Selektionselemente sind zu “schwach”. Die “Semikolons” vor den Überschriften verstehe ich (einfach) nicht.
Die Customer Journeys sind nicht klar, die Informationshierarchie ist verwirrend (Content Boxen im rechten und linken Bereich ergänzen sich nicht, teilweise konkurrieren diese), “clevere” Links (collaborative Filtering etc.) fehlen (also eher Einbahnstraßen- Surfen). Sprich aus Usability- Sicht finde ich die Seite sehr bescheiden.
Da ich TUI.com nicht kenne habe ich mich an einer konkreten Suche versucht.
Der Ein-Stichproben-Test mit der Suche war erschreckend schlecht. Keine funktionierenden Basisfeatures sind kontraproduktiv und gehen, extrem formuliert, jedem Redesign vor.
Jetzt grübel ich natürlich, welche Absichten hinter dem Redesign standen und welche Zielgruppen damit besser (wertschöpfender) erreicht werden sollten.
