Nach der Lektüre von “Connected Marketing” schließt sich bei mir noch nicht die “methodische” Lücke zwischen Schwarmforschung und Kundenwertmodellen.
Letzere mit Fokus auf den Referenzwert, der m.E. bisher noch nicht umfassend in den gängigen Kundenwertmodellen berücksichtigt wird. Der Referenzwert (vgl. Quelle [4], Seite 132 folgende) ist neben dem Informations-, Kooperations- und Synergiepotenzials, Teil des “Ressourcenpotentials des Kunden”. Dem gegenüber steht das “Marktpotenzial des Kunden, welcher Ertrags-, Entwicklungs-, Cross-Buying- und Loyalitätspotenzial umfasst.
In Bezug auf den “kommunikativen Mehrwert” sind die theoretischen und praktischen Erörterungen/Erkenntnisse von Jens Cornelsen (Quelle [5] bzw. [6]) sehr hilfreich. Praktische Schlussfolgerungen für Referenzmodelle bzw. zur Bestimmung des Referenzwertes sind:
- es gibt nicht “die” Meinungsführer; die Identifikation von Meinungsführern hängt vom Thema/Produktgruppe ab
- neben “Sachwissen” spielt auch die “Stellung im sozialen Netzwerk” (”Bezugspersonen- Einflusspotential”) je nach Produkt (”soziale Relevanz” eines Produktes) eine wichtige Rolle
- die “schwachen Beziehungen” (=”weak ties”) dienen dem Informationsaustausch und sind für die Diffusion von neuartigen Produkten entscheidend.
- die Prognose des Referenzwertes, der stark von segmentspezifischen durchschnittlichen Umsätzen abhängt, ist bisher nicht gelöst. Denn der Wechsel eines Kunden in ein anderes Umsatz- Segment (”anderes” Lebenszyklusmodell) sind bisher schlecht zu prognostizieren.
Nicht alles neu, aber im Rahmen von methodischen Ansätzen ergeben sich Sichten auf die Erhebung, Monitoring und Management von “Referenzen”.
